Teil 2 von „be happy“ startet

Teil 2 von „be happy“ startet

Wir sind wieder Kooperationspartner im wunderbaren Projekt „be happy“, Teil 2! „be happy“ ist ein kreatives Integrationsprogramm mit den Dresdner Künstlerinnen Janina Kracht, Elena Pagel und Nazanin Zandi sowie der Yogalehrerin Petra Kiesewetter.
Die ersten beiden Kurse finden am kommenden Wochenende (18./19.8.) im Stadtteilhaus Dresden Äußere Neustadt statt. Gefüchtete Frauen sind herzlich eingeladen – und Weiterleiten dieser Einladung ist ausdrücklich erwünscht!

Das Programm:

be happy – ein kreatives Integrations-Programm für geflüchtete Frauen

Modul KUNST – kunsthandwerkliche Techniken
Modul YOGA – Entspannungsübungen & Tanzimprovisationen

Künstlerische Leitung: Nazanin Zandi, Janina Kracht, Elena Pagel
Petra Kiesewetter – Yogalehrerin, Leitung Entspannungstechniken

ADRESSE: Stadtteilhaus Äußere Neustadt, RAUM WANNE, Erdgeschoss
Prießnitzstraße 18, 01099 Dresden

PROGRAMM:
Samstag 18. und Sonntag 19. August 2018, 10-16 Uhr, Raum Wanne
Grafikworkshop + YOGA
Leitung: Nazanin Zandi

Samstag 15. und Sonntag 16. September 2018, 10-16 Uhr, Raum Wanne
Porzellan bemalen + YOGA
Leitung: Elena Pagel und Janina Kracht

Samstag 22. und Sonntag 23. September 2018, 10-16 Uhr, Raum Wanne
Textildrucktechniken + YOGA
Leitung: Elena Pagel und Janina Kracht

Teilnahme ist KOSTENLOS + Kinderbetreuung + Mittagessen

ANMELDUNG: Elena Pagel, Mobil/WhatsApp 0176 45664527

Anmeldungen für Workshop „Interkulturelle Tage oder Stadt der Migration?“ ab sofort möglich

Die diesjährigen Interkulturellen Tage möchten wir zum Anlass nehmen, für deren Reflexion und eine grundlegende Auseinandersetzung mit der Frage: Wie kann sich Dresden als Stadt der Migration begreifen, erleben und darstellen?

Wir laden Sie/Euch dazu recht herzlich zum Workshop am Donnerstag, den 20.09.2018, von 12.30 Uhr bis 17.30 Uhr in das Internationale Begegnungszentrum des Ausländerrates Dresden e. V. auf der Heinrich-Zille-Straße 6 in 01219 Dresden ein.

Weitere Informationen und Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

Solidaritätserklärung mit Mission Lifeline

Die Mission Lifeline, wie auch alle anderen Nichtregierungsorganisationen, die auf dem Mittelmeer Leben retten, erfüllen die Aufgabe, der die Europäische Union und ihre Mitgliedsstaaten nicht oder nur ungenügend nachkommen. Sie retten Menschen aus Seenot – eine Grundfeste des internationalen Rechts. An dieser Grundfeste rüttelt nun auch Bundesinnenminister Horst Seehofer. Dass er befürwortet die „Lifeline“ zu beschlagnahmen und strafrechtliche Ermittlungen einzuleiten, verkennt den legalen wie legitimen Auftrag, den sich Nichtregierungsorganisationen gegeben haben, die auf dem Mittelmeer retten. Der Bundesinnenminister verkennt diesen Auftrag in vollem Bewusstsein allein aus politischem Kalkül. Er berücksichtigt dabei nicht einmal die Bekundungen mehrerer Bundesländer, Geflüchtete aufzunehmen.
Wir, Dresdner Nichtregierungsorganisationen, die hier vor Ort beraten und Geflüchtete unterstützen, appellieren an die EU-Mitgliedsstaaten, weitere Odysseen von Geflüchteten und Crews von Rettungsschiffen sofort zu beenden! Den Schiffen, die Menschen aus Seenot retten, darf nicht die Einfahrt in irgendeinen Hafen verwehrt bleiben. Das ist eine humanitäre Pflicht, die selbstverständlich durch internationales Recht gedeckt ist.
Immer mehr europäische Regierungen entziehen sich dieser Pflicht, kriminalisieren Seenotrettungsorganisationen und ziehen es wider besseres Wissen vor, Fliehende von einer „Küstenwache“ in Gefangenenlager zurückschicken zu lassen. Wir erklären uns solidarisch mit denen, die an den Außengrenzen Europas ein Minimum an Menschlichkeit bewahren, die ihre humanitäre Pflicht nicht vergessen haben. Denn das, wogegen sie im Mittelmeer ankämpfen, das ist der Verrat aller Prinzipien, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs mühsam im Sinne der Freiheit und der Unveräußerlichkeit der Menschenrechte erarbeitet wurden. Die Not, in der sich die Menschen auf der „Lifeline“ befinden, ist nur der derzeitige Höhepunkt einer seit Jahren währenden humanitären Katastrophe. Die europäische Asylpolitik scheiterte bereits weit vor 2015. Anstatt legale Wege der Einreise zu öffnen, anstelle einen fairen Verteil- und Ausgleichmechanismus unter den Mitgliedsstaaten zu implementieren, setzten die Union und die Mitgliedsstaaten auf Abschottung. Das gegenwärtige Seenotdrama auf dem Mittelmeer ist die Konsequenz dieser Politik.
224 fliehende Menschen befanden sich auf dem Boot der Lifeline. Kurz vor dem Gipfel der Staats- und Regierungschef*innen der Europäischen Union sind die politisch Verantwortlichen auf diesem Kontinent so weit, dass sie selbst Menschen in Seenot zum Spielball der Re-Nationalisierung, der Orbanisierung Europas werden lassen. Die Verwirrung darum, ob nun in Malta angelegt werden dürfe oder nicht, glich einem Trauerspiel. Umso mehr, als dringend benötigte Medikamente, Decken, Trinkwasser und Lebensmittel – so wie sich die Lage von Außen darstellt – nicht zur Genüge vorhanden waren. Dass am Wochenende die benötigten Güter nicht einmal zur „Lifeline“ geliefert werden konnte, weil Malta dies ablehnte, offenbart, wie weit europäische Regierungen inzwischen bereit sind, die Außengrenzen abzuschotten.
War die bisherige EU-Asyl- und Migrationspolitik bereits ein Armutszeugnis, sind die neuerlichen Geschehnisse eine Bankrotterklärung. Wir appellieren, wir rufen, wir hoffen für die Fliehenden auf eine menschenwürdige Aufnahme und wünschen der Crew der „Lifeline“ Kraft und Stärke gegen alle Versuche der Kriminalisierung. Wir hoffen auf eine gemeinsame, europäische Asylpolitik, die einen anderen Weg als den der Isolation geht. Eine Politik, die sich nicht abwendet von den globalen Herausforderungen der Welt. Gerade hier in Dresden wird diese Einstellung häufig verlacht. Doch das Urteil über die Gegenwart wird in der Zukunft gefällt.
Wir rufen den Bundesinnenminister dazu auf, dem Beispiel anderer EU-Mitgliedsstaaten folgend, die Einreise von Geflüchteten der „Lifeline“ in Absprache mit den Bundesländern unverzüglich zu ermöglichen und die Kriminalisierung aller auf dem Mittelmeer rettenden NGOs zu beenden.

Vernissage im IBZ: Zwischen Einsamkeit und Hoffnung. Fotografien von Elena Pagel

Fotoausstellung von Elena Pagel

Eröffnung der Fotoausstellung am Donnerstag, dem 5. Juli 2018, um 19.30 Uhr.

Die Fotografien der Ausstellung „Zwischen Einsamkeit und Hoffnung“ sind im Rahmen kreativer Projekte und während meiner ehrenamtlichen Arbeit mit Geflüchteten sowie innerhalb meines privaten Netzwerks, im Zusammensein mit meinen neuen Freunden und Geschwistern entstanden.

Die privaten vertraulichen Gespräche mit Menschen, die eine Flucht hinter sich haben, meine Beobachtungen ihrer tiefen Gefühle – den Enttäuschungen, der Traurigkeit, den Tränen auf ihrem Gesicht – haben mich berührt und stark inspiriert. Ich bin immer wieder beeindruckt, wie hoffnungsvoll und lebendig Menschen sein können, trotz unvorstellbar traumatischer Erfahrungen. Ich habe gelernt, wie schmal der Grat zwischen Frust, Überforderung und Einsamkeit und der Hoffnung sowie der Freude auf die Zukunft ist. Schließlich ist es die Hoffnung, die dominiert, die viele weiter machen lässt und die sie motiviert weiterhin stark zu sein.

Elena Pagel

Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten des IBZ bis 30.08.2018 besichtigt werden. Infos unter 03 51/4 36 37 26.

Gefördert von der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz.

Sommerfest des Ausländerrats

Sommerfest 2018
Sommerfest 2018

Am 29. August feiern wir unser Sommerfest und laden Euch dazu ganz herzlich ein! Im Garten des Internationalen Begegnungszentrums (IBZ) auf der Heinrich-Zille-Straße 6 wird ab 17 Uhr für Euer leibliches Wohl gesorgt und zur Unterhaltung gibt es ein buntes Bühnenprogramm, unter anderem mit Banda Internationale.

An diesem Abend feiern wir auch die Finissage der Ausstellung „Zwischen Einsamkeit und Hoffnung“. Die Künstlerin Elena Pagel freut sich auf interessante Gespräche und berichtet über ihre eindrucksvollen Fotografien.

Es würde uns sehr freuen, Euch – gern auch mit Euren Familien und Bekannten – dazu begrüßen zu dürfen!

Stilles Gedenken an Marwa El-Sherbini

Im Jahr 2009 schockierte die Nachricht vom rassitsisch motivierten Attentat auf Marwa El-Sherbini unsere Stadt und darüber hinaus die internationale Öffentlichkeit. Sie starb am 1.7.2009 während eines Prozesses im Dresdner Landgericht, als sie als Zeugin gegen den späteren Täter aussagte, der sie schon vorher aus islamfeindlichen Motiven beleidigt hatte und nun die schwangere Marwa El-Sherbini im Gerichtssaal angriff und vor den Augen ihres Mannes und ihres Kindes erstach.

Gemeinsam möchten wir Marwa El-Sherbini gedenken und vor dem Landgericht ein Zeichen gegen Rassismus setzen. Im Anschluss lädt der Frauentreff des Ausländerrates Dresden um 15.00 Uhr zur Lesung „Die Farbe meiner Haut“ von Manuela Ritz in die Räumlichkeiten des Johannstädter Kulturtreffs (Elisenstraße 35) ein.

Die JohannStars bieten wieder ein tolles Programm für Jugendliche in der ersten Sommerferienwoche

Foto der Johannstadt Dresden
Johannstadt // nimkenja / pixelio.de

Wir sind wieder Kooperationspartner bei JohannStars, den jährlich stattfindenden jugendkulturellen Tagen in der Dresdner Johannstadt.

In der ersten Sommerferienwoche zeigen Jugendliche eine Woche lang ihr Können und bieten anderen Jugendlichen Workshops an, z.B. Breakdance, Rap, Graffiti oder Fotografie.

JohannStars ist ein Kooperationsprojekt verschiedener Vereine und Akteure in der Johannstadt.

Infos zu den JohannStars gibt es auf www.johannstars.de.

Workshop „Antimuslimischer Rassismus – Geschlechterbilder“

Am 04.06.2018 findet von 10.00 bis 17.00 Uhr im Internationalen Begegnungszentrum auf der Heinrich-Zille-Straße 6 in 01219 Dresden der Workshop „Antimuslimischer Rassismus – Geschlechterbilder“ statt. Der Workshop wird aufgrund der großen Nachfrage, der erfolgreichen Durchführung des ersten Workshops und der Aktualität des Themas bereits zum zweiten Mal angeboten. Continue reading „Workshop „Antimuslimischer Rassismus – Geschlechterbilder““