Workshop „Antimuslimischer Rassismus – Geschlechterbilder“

Am 04.06.2018 findet von 10.00 bis 17.00 Uhr im Internationalen Begegnungszentrum auf der Heinrich-Zille-Straße 6 in 01219 Dresden der Workshop „Antimuslimischer Rassismus – Geschlechterbilder“ statt. Der Workshop wird aufgrund der großen Nachfrage, der erfolgreichen Durchführung des ersten Workshops und der Aktualität des Themas bereits zum zweiten Mal angeboten.

Welche Bilder habe ich im Kopf, wenn ich an einen „muslimischen Mann“ denke? Wie agiere ich in Begegnungen und Interaktionen mit Männern, die ich als muslimische lese?

Der Workshop soll durch Übungen Räume schaffen, sich mit der eigenen Positioniertheit, den Bildern und eigenen Vorurteilen auseinanderzusetzen. Er gibt zudem Anregungen für den Umgang mit Irritationen in kommunikativen Überschneidungssituationen.

Der Workshop ist konzipiert für an diversitätsbewusstem Lernen Interessierte. In einer Kleingruppe von max. 16 Personen werden Anregungen für den Umgang mit Irritationen in kommunikativen Überschneidungssituationen gemeinsam erarbeitet. Die alltägliche Praxis in den Arbeitsfeldern der Bildung, Beratung und Betreuung wird aktuell stark von dem großen Unbehagen gegenüber „dem” Islam und „den“ Muslim*innen überlagert. Wenn es um muslimische Männer geht, sind Skepsis und Besorgnis im alltäglichen Umgang häufig besonders groß. Oft wird angenommen, „muslimische Männer“ würden klare geschlechtsspezifische Rollenbilder vertreten, die sich aus ihrer Zugehörigkeit zum Islam herleiten lassen. Der Patriarch am Wohnzimmertisch? Der junge übergriffige Mann in der Disko? Um diese Bilder, die eigene Positionierung und die Einordnung in die Gesellschaft soll es in unserem Workshop gehen.

Inhalte:
Der Workshop möchte Räume öffnen für die Hinterfragung der eigenen Position und der eigenen Haltung im gesellschaftlichen System. Themen wie Gender, Privilegien und Rassismus werden aufgegriffen und eine kritische Herangehensweise gewagt. Durch Übungen werden Räume geschaffen, sich mit der eigenen Positioniertheit, den Bildern und eigenen Vorurteilen auseinanderzusetzen.

Lernziele:
Stärkung der Analyse- und Reflexionskompetenzen bezogen auf die alltägliche Arbeit im sozialen Bereich mit unterschiedlichen Zielgruppen.

Förderer:
Der Workshop wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben! und im Rahmen des Landesprogramms „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“.

Anmeldung und Informationen:
Robert Zeißig, email hidden; JavaScript is required, Telefon: 03 51/4 36 37 26

Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 16 beschränkt.